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Sonntag, den 29. Juni 2008 um 13:18 Uhr |
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Den nachfolgenden Bericht hat eine Mutter aus Belarus ins Internet (www.govor.of.by) gestellt mit der Bitte um Hilfe für Ihren Sohn Uladzilav.
Den Bericht selbst möchte ich nicht kommentieren. Er spricht für sich selbst. Hinzufügen möchte ich die Geschichte von Aljena Hovar und ihrem Sohn Vlady in Deutschland. Zum ersten Mal habe ich eine Mutter aus Belarus erlebt, die zwar hier um medizinische Hilfe bat, aber durchaus in der Lage war, den überwiegenden Teil der erheblichen Behandlungskosten selbst zu bezahlen. Sie hatte die Gelder in Belarus hartnäckig mit Hilfe Ihrer Familie und ihrer Freundinnen gesammelt. Frau Hovar spricht Deutsch. Sie war als „Tschernobylkind“ in Deutschland zur Erholung. Im Internet fand sie die Klinik für Stereotaxie und Funktionelle Neurochirurgie an der Universität Köln. Der Ltd. Oberarzt Professor Dr. J. Voges half nicht nur medizinisch, sondern war auch die menschliche Anlaufstelle der Beiden in Köln. Der Verein „Hilfe für krebskranke Kinder“ Köln stellte eine Unterkunft in dem von ihnen betriebenen Haus zur Verfügung. Frau Hovar konnte rund um die Uhr bei ihrem Sohn sein. Ihr gesammeltes Geld reichte für diese Operation. Der nächste Schritt war eine Überweisung in die Neurologische Rehabilitationsklinik Beelitz-Heilstätten. Dieser Aufenthalt war nach Auskunft der Mutter nicht sehr erfolgreich Die Klinik hatte wohl keine Erfahrung mit einer so schweren Erkrankung. Eine kurzfristige Überführung in die Charite in Berlin war nötig. Nach Ablauf der Rehamaßnahme musste Frau Hovar bedingt durch den Ablauf ihres Visums die Bundesrepublik verlassen. Nach Erhalt eines neuen Visums in der deutschen Botschaft in Minsk kamen sie zurück um die Behandlung in Bonn Bad Godesberg, Neurologisches Rehabilitationszentrum fortzusetzen. Der dortige Oberarzt Dr. med. N.Allert, der Stationsarzt W.Weirich, die Leiterin der Ambulanz Frau Mehnert und die Seele der Klinik Schwester Elisabeth, waren immer hilfsbereit und durch ihre Arbeit machte Vlady gute Fortschritte. Ein Hilferuf von Frau Hovar erreichte unsere leider verstorbene Freundin Eva Balke und sie bat die deutschen Tschernobyl Initiativen um Hilfe. Ihr Aufruf war erfolgreich und so konnten die Reha-Maßnahme finanziert und fortgesetzt werden. Die Fortschritte Vladys schildert Frau Hovar in ihrem Bericht. Im Laufe der Jahre musste der Stimulator immer wieder überprüft und neu justiert werden. Jetzt kommt der Zeitpunkt, dass die Batterie ausgewechselt werden muss. Wieder erwiesen sich die Kraft und das Durchhaltevermögen einer Mutter, die sich nicht in das vermeintlich unabänderliche Schicksal ihres Kindes fügen wollte. Sie schaffte es, die für die Operation nötige Summe in Belarus zu erhalten. Ihr Aufruf im Internet war erfolgreich. Die Operation kann durchgeführt werden. In den nächsten Tagen kommt sie mit ihrem Sohn Vlady nach Deutschland. Diesmal nach Magdeburg an die dortige Universitäts Klinik für Stereotaktische Neurochirugie II an die Prof. Voges inzwischen als Leiter gewechselt war. Wir benötigen noch Spenden für die Rehabilitation die wieder in Godesberg durchgeführt werden soll. Fahrtkosten, Unterbringung usw. werden von Sponsoren der BAG übernommen.
Für den Aufenthalt im Neurologischen Rehabilitationszentrum in Bonn-Bad Godesberg bitten wir um Spenden: KD Bank e.G. Dortmund BLZ 35060190 Kto.Nr.2110057043
Frank Nägele
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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. September 2008 um 00:11 Uhr |
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Berichte aus Belarus & Deutschland |
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