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21.09.2010
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Pfifferlinge aus Osteuropa sind manchmal strahlenbelastet.
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29.03.2009
Der Reaktor lebt und tötet weiter

London (dpa) Auch mehr als 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl dezimiert die radioaktive Strahlung die Zahl der Insekten in der Region. Das hat eine Zählung bei Hummeln, Schmetterlingen, Libellen und Grashüpfern gezeigt.


17.02.2009
Lost Paradise
Ein neuer Film von Stefan Heinzel (89 Millimeter)


07.02.2009
IPPNW Presseinfo 06.02.2009
Atomlobby baut seit 20 Jahren Potemkische Dörfer


24.12.2008
Praxis der Visumsvergabe an der Deutschen Botschaft in Minsk, Belarus
Kleine Anfrage der Abgeordneten Marieluise Beck Bündnis 90/Die Grünen (Bremen)
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10.04.2008
NRW-Landesversicherungen für das Ehrenamt


16.01.2007
Infos Reisen und Hilfslieferungen
Transit Polen nach Belarus.

„Tschernobyl-Friedensgebete“ Tschernobyl: Schwarzer Wermut PDF Drucken E-Mail
Stellungnahmen & Dokumentationen
Montag, den 21. April 2008 um 15:23 Uhr

Eben blickten wir noch auf ein wichtiges Datum zurück, den Jahrestag von Tschernobyl 2006, und freuten uns an dem großen Echo, das dieser Tag 20 Jahre danach fand. Nun sind wir im Jahr 2007 und gehen auf den nächsten Jahrestag zu. Kein besonderes Datum? Jetzt mal Pause machen?
Dabei ist die Lage angespannt wie eh und je. Das betrifft die Tschernobylthematik insgesamt wie auch speziell die Situation der Kinder von Tschernobyl in Weißrussland. Wir haben dies eben wieder zu spüren bekommen.  
So sollten wir uns sehr wohl Gedanken machen, wie wir weiterhin die Öffentlichkeit erreichen, sie ist ein wichtiger Verbündeter. Das kann vielleicht auch unspektakulär in einer ganz stillen Art und Weise geschehen. Wirksam werden könnten viele kleine Zeichen, die wir setzen. Davon lebt die gewaltfreie Bürgerrechtsarbeit, ob in USA, Südafrika und – im eigenen Land. Denken wir zurück an die Anfänge, die Friedensbewegung und andere sozialen Aufbrüche. Zu denken ist an die Montagsgebete seinerzeit in der DDR. Könnten nicht auch wir aufrufen zu einem „Tschernobyl-Friedensgebet“? Konkreter Anlass wäre der nächste Jahrestag, wenn nicht schon vorher Ereignisse eintreten, die wir alle nicht wollen. Wie auch immer, wir müssten uns jetzt Gedanken machen und vorbereiten. Nicht nur ohnmächtig zugucken, sondern Schritte gehen in der Gewissheit, dass auch Diktatoren fallen.*
Dazu habe ich einige Elemente zusammengestellt, die anregen sollen. Ausgangspunkt sind drei Symbole unserer Tschernobylarbeit: die Tschernobyl-Glocke, die „Blume“ der Kinder von Tschernobyl, die Tschernobylkerze. Zu jedem Symbol habe ich einige Gedankensplitter und Aktionsanstöße hinzugefügt – nicht als fertiges Konzept, sondern eben als Anstoß, Ideen nach den eigenen Möglichkeiten und Gegebenheiten weiter zu entwickeln und zu realisieren.
Die Form eines Tschernobyl - "Friedensgebets" kann sehr variieren, ein kleiner stiller Kreis, eine gottesdienstliche Veranstaltung, eine Mahnwache in der Öffentlichkeit etc. Beteiligen können sich die Aktiven, Gasteltern, Menschen im Umkreis der Initiative, aber auch mit größerer Öffentlichkeit. Es sollten dazu eingeladen werden die Presse, Leute im öffentlichen Leben, lokale und überregionale Politiker etc.. Beeindruckt hat mich der Bericht von einer Frau, die an einer markanten Stelle in Minsk immer wieder still mit einer Blume in der Hand steht. Sie wird immer wieder angesprochen, man nimmt sie also wahr. Und die Polizei fährt vor. Man will sie weg haben, aber es gibt keine rechte Handhabe. Ist es denn verboten, mit einer Blume in der Öffentlichkeit zu stehen?

Was nun im Einzelnen an Ideen kommt und vorbereitet wird, sollte jedoch zusammenfließen. Wir sind als BAG sehr daran interessiert. So könnten wir Anregungen bis hin zu konkreten Ausarbeitungen mit Texten, Gebeten, Bildern, Aktionsbeispielen an andere Initiativen weitergeben, wenn nicht über den Email-Verteiler, so über unsere Internetseite: www.bag-tschernobyl.net. Es bietet sich an, einen Internetkalender zu erstellen mit den entsprechenden Daten und Terminen, wann, wo, wie in der ganzen Republik und vielleicht auch darüber hinaus das „Tschernobyl-Friedensgebet“ stattfindet. Das ist die Stärke unserer Öffentlichkeitsarbeit – viele kleinen Leute an vielen kleinen Orten... verändern die Welt. Gut wäre, wenn Texte auch auf englisch und russisch einbezogen würden. Mögen unsere belarussischen Freundinnen und Freunde doch etwas teilnehmen können – wenigstens per Internet. Wie gesagt, der nächste Tschernobyl-Jahrestag mag der konkrete Anlass sein. Aber wir sind damit auch vorbereitet auf eine „Daueraktion“, sollte sie notwendig werden wenn die Kinder nicht mehr reisen dürfen, oder die Schwierigkeiten immer mehr zunehmen.

Burkhard Homeyer

* |Manchen ist sicher das Loblied der Maria aus dem Lukasevangelium der Bibel(1,52) bekannt: „Er(Gott) stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen“. Es gibt Alternativen.


Burkhard Homeyer
1. Vors. Bundesarbeitsgemeinschaft “Den Kindern von Tschernobyl” in Deutschland e.V.
Karl-Immermann-Str. 28
48165 Münster
Tel. 02501-70927
Fax 02501-274
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.bag-tschernobyl.net
www.belarusnews.de

 
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