20 | 11 | 2017
Hauptmenü
Wichtige Hinweise

20.10.2012


Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
Kontakt Freiwilligendienste in Deutschland:

Tel.: 0721 354806-130
Fax: 0721 354806-181
E-Mail: fsj-bfd[at]freunde-waldorf.de

Internationale Freiwillige können sich für 12 Monate in einer sozialen Einrichtung in Deutschland engagieren.
Alles über die Rahmenbedingungen, Anforderungen und Leistungen hier.


21.09.2010
Verstrahlte Pfifferlinge im Handel entdeckt
Pfifferlinge aus Osteuropa sind manchmal strahlenbelastet.
Verstrahlte Pfifferlinge im Handel entdeckt
Lesen...


29.03.2009
Der Reaktor lebt und tötet weiter

London (dpa) Auch mehr als 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl dezimiert die radioaktive Strahlung die Zahl der Insekten in der Region. Das hat eine Zählung bei Hummeln, Schmetterlingen, Libellen und Grashüpfern gezeigt.


17.02.2009
Lost Paradise
Ein neuer Film von Stefan Heinzel (89 Millimeter)


07.02.2009
IPPNW Presseinfo 06.02.2009
Atomlobby baut seit 20 Jahren Potemkische Dörfer


24.12.2008
Praxis der Visumsvergabe an der Deutschen Botschaft in Minsk, Belarus
Kleine Anfrage der Abgeordneten Marieluise Beck Bündnis 90/Die Grünen (Bremen)
PDF (2,4 MB)


10.04.2008
NRW-Landesversicherungen für das Ehrenamt


16.01.2007
Infos Reisen und Hilfslieferungen
Transit Polen nach Belarus.

Memorandum of Understanding PDF Drucken E-Mail
Stellungnahmen & Dokumentationen
Montag, den 21. April 2008 um 15:20 Uhr

zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland
und
der Regierung der Republik Belarus
zur Förderung der Zusammenarbeit bei der Linderung der Folgen des Kernreaktorunfalls von Tschernobyl

( Tschernobyl-Hilfe )
Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland
und
die Regierung der Republik Belarus

im Bewusstsein der Notwendigkeit einer weiteren schnellen und effektiven Hilfe für die durch den Kernreaktorunfall von Tschernobyl betroffene Bevölkerung,

in Anbetracht der großen Hilfe, die durch deutsche private Initiativen und öffentliche Einrichtungen bisher geleistet wurde und geleistet wird, um die Folgen des Kernreaktorunfalls von Tschernobyl zu lindern,

in Erkenntnis der Notwendigkeit der gegenseitigen Unterstützung bei der Realisierung der Hilfsinitiativen, die durch private und staatliche Träger verwirklicht werden -
bekunden ihr Interesse und ihre Bereitschaft, die Zusammenarbeit bei der Linderung der Folgen des Kernreaktorunfalls von Tschernobyl fortzusetzen. Sie sind sich der Bedeutung insbesondere der privaten Initiativen zur Linderung der Folgen des Kernreaktorunfalls bewusst und bekunden ihr Bestreben, die Effizienz und den Erfolg dieser Initiativen nach Maßgabe ihrer Möglichkeiten zu unterstützen, insbesondere durch folgende Maßnahmen :

1.

a) Ständige Aktualisierung und Präzisierung des Bedarfs und der Prioritäten der Hilfe bei der Versorgung mit Medikamenten und medizinischer Ausrüstung,

b) Hilfe bei der Gründung von medizinischen Zentren für Diagnostik und Behandlung von Schilddrüsenkrebs und anderen, durch radioaktive Strahlung verursachten Krankheiten,

c) Hilfe bei der Aus- und Fortbildung des medizinischen Personals,

d) Unterstützung der Initiativen für die Gesundung der durch den Kernreaktorunfall von Tschernobyl betroffenen Kinder, darunter Erholung der Kinder in Deutschland und die Unterstützung der Gesundungszentren in der Republik Belarus,

e) Austausch von Information über bestehende und neue Initiativen zur Linderung des Kernreaktorunfalls von Tschernobyl in Deutschland und in Belarus mit dem Ziel der Förderung der Zusammenarbeit zwischen diesen, insbesondere im humanitären und medizinischen Bereich. Das betrifft den Austausch von Adressen und Angaben über

- Gruppen des Roten Kreuzes, kirchliche oder andere karitative Organisationen und Stiftungen,
- Kinderheime, Internatsschulen, Kur- und Gesundungszentren, andere medizinische Einrichtungen, in denen die durch den Kernreaktorunfall von Tschernobyl betroffenen Personen medizinisch behandelt oder ausgebildet werden,
- Kontaktadressen zwecks Aufnahme von Partnerbeziehungen zwischen den einzelnen Gemeinden, Schulen und Krankenhäusern in Deutschland und den Städten, Rayons und entsprechenden Einrichtungen in Belarus.

2.

Die Parteien werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten Hilfe für Projekte und Initiativen leisten, die an der Lösung der Probleme des Strahlenschutzes der Bevölkerung beteiligt sind. Insbesondere sollte der Erfahrungsaustausch über Strahlenschutzmaßnahmen, Untersuchungsmethoden und Wirkungsmechanismen der Strahlung gefördert werden.

3.
Die Parteien haben Übereinstimmung erzielt, Maßnahmen einzuleiten, um Initiativen zur Linderung der Folgen des Kernreaktorunfalls von Tschernobyl zu unterstützen, und zwar :
a) eine reibungslose und rasche Visaerteilung,

b) Kennzeichnung der Hilfsgüter und Begleitpapiere als humanitäre Hilfe,

c) im Fall der Benutzung von deutschen Fahrzeugen - die Anerkennung deutscher Führerscheine und deutscher Versicherungen,

d) Gewährleistung für deutsche Begleitpersonen, die Hilfstransporte bis zum Bestimmungsort zu begleiten, an der Verteilung der Hilfsgüter teilzunehmen, und die Richtigkeit ihrer Verwendung zu überwachen,

e) unverzügliche Erteilung ohne besondere Formalitäten ( mit Ausnahme der im internationalen Verkehr obligatorischen Versicherung ) der erforderlichen Genehmigungen für die Einfuhr und Beförderung von Hilfsgütern.

4.

Beide Parteien sind einig darüber, dass eine schnellere und einfachere Grenz- und Zollabfertigung eine effektive und reibungslose Realisierung von Hilfsaktionen gewährleisten kann. Zu diesem Zweck sollen die Grenz- und Zollbehörden der Republik Belarus die erforderlichen Maßnahmen treffen, um Folgendes zu gewährleisten :

a) vorrangige Grenzkontrolle und Zollabfertigung von Fahrzeugen und Gütern der humanitären Hilfe

b) vereinfachtes Verfahren für das Ausfüllen der Zolldeklaration über eingeführte Güter,

c) Befreiung von der Zahlung der Zollgebühren,

d) ungehindertes Passieren von Verkehrsmitteln mit Hilfsgütern durch die Grenze und Durchführung der Zollabfertigungen am Bestimmungsort,

e) Einräumung des Rechts, Postzolldeklarationen in deutscher Sprache zu verfassen,

f) bei Problemen im Zusammenhang mit dem Transit - sofortige gegenseitige Unterrichtung und Abstimmung zur Lösung dieser Probleme.

5.

Beide Parteien werden sich beim Verdacht von Störungen von Hilfsinitiativen informieren und die Sachlage unter Beteiligung der jeweiligen Partner und zuständigen Behörden aufklären.

6.

Beide Parteinen stimmen darin überein, dass sich ihre Vertreter zur Lösung der mit der Realisierung dieses Memorandums im Zusammenhang stehenden Probleme regelmäßig treffen werden.

7.

Beide Parteien bestellen jeweils einen Vertreter, dem die Koordinierung der Zusammenarbeit zur Linderung der Folgen des Kernreaktorunfalls von Tschernobyl obliegt, wobei das für die Republik Belarus ein Mitarbeiter des Außenministeriums, für die Bundesrepublik Deutschland ein Mitarbeiter im diplomatischen Rang der deutschen Botschaft in der Republik Belarus sein wird.

Außerdem werden die belarussischen Zoll- und Grenzbehörden Personen bestimmen, die im Bedarfsfall unverzügliche Hilfe bei Konfliktsituationen leisten können.

Das Memorandum of Understanding wird ausgestellt in zwei Urschriften, jede in deutscher und belarussischen Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist.

Bonn, den 3. März 1994


Für die Regierung der Bundesrepublik Deutschland Für die Regierung der Republik Belarus
( Unterschrift ) ( Unterschrift )

 
Die BAG bei Facebook


Jetzt Freunde werden!

Seite durchsuchen
Meistgelesen
Nützliche Links
www.prof-schuchardt.de
Die Stimmen der Kinder
von Tschernobyl
Erika Schuchardt/Lev Kopelev
Eine Psychosozial-Studie

tekknorg.wordpress.com
www.life-upgrade.com
Private, nicht-kommerzielle Blog-Webseite über Atomenergie, Tschernobyl und Weißrussland (Früher und Heute). Informationen aus IPPNW Papieren und Übersetzungen aus Tschernobyl Literatur ins Englische. Fotos, Berichte und Kurzfilme.
Private and non-commercial Blog about atomic energy, Chernobyl and Belarus (past and present). Information from IPPNW papers and translations of German Chernobyl related information. Photos, reports and shortclips.
Pressemitteilungen

13.01.2012
Kinderkommission des Deutschen Bundestages begrüßt die Gründung des Deutschen Kinderschmerzzentrum
Lesen...