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20.10.2012


Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
Kontakt Freiwilligendienste in Deutschland:

Tel.: 0721 354806-130
Fax: 0721 354806-181
E-Mail: fsj-bfd[at]freunde-waldorf.de

Internationale Freiwillige können sich für 12 Monate in einer sozialen Einrichtung in Deutschland engagieren.
Alles über die Rahmenbedingungen, Anforderungen und Leistungen hier.


21.09.2010
Verstrahlte Pfifferlinge im Handel entdeckt
Pfifferlinge aus Osteuropa sind manchmal strahlenbelastet.
Verstrahlte Pfifferlinge im Handel entdeckt
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29.03.2009
Der Reaktor lebt und tötet weiter

London (dpa) Auch mehr als 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl dezimiert die radioaktive Strahlung die Zahl der Insekten in der Region. Das hat eine Zählung bei Hummeln, Schmetterlingen, Libellen und Grashüpfern gezeigt.


17.02.2009
Lost Paradise
Ein neuer Film von Stefan Heinzel (89 Millimeter)


07.02.2009
IPPNW Presseinfo 06.02.2009
Atomlobby baut seit 20 Jahren Potemkische Dörfer


24.12.2008
Praxis der Visumsvergabe an der Deutschen Botschaft in Minsk, Belarus
Kleine Anfrage der Abgeordneten Marieluise Beck Bündnis 90/Die Grünen (Bremen)
PDF (2,4 MB)


10.04.2008
NRW-Landesversicherungen für das Ehrenamt


16.01.2007
Infos Reisen und Hilfslieferungen
Transit Polen nach Belarus.

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Berichte & Reportagen
Donnerstag, den 06. Dezember 2012 um 22:19 Uhr

Fukushima und Tschernobyl
Gemeinsamkeiten zu Reaktorkatastrophen

Atomindustrie und Politik in beiden Ländern entschuldigten sich, verbeugten sich und logen viel.

Fukushima Schweineföten

Nach Tschernobyl
Ungewöhnliche Strahlenschäden  an Schweine Föten aus der Sammlung des ukrainischen Biologie-Professor Vyacheslav Konovalov Kiew. Prof. Konovalovs Erforschung an biologischen Mutationen, mit dem Ergebnis der Strahlung und chemischer Kontamination durch das Reaktorunglück in Tschernobyl.

Fukushima Atomic Bomb Effect

25 Jahre sind seit TSCHERNOBYL vergangen, aber im Zentral-Krankenhaus von Kiew sterben 90% der Säuglinge bevor sie das 1. Lebensjahr erreichen!


Gesunder Schmetterling

Gesunder Bläuling der Art Zizeeria maha: Die Wissenschaftler sehen es als erwiesen an, dass die Strahlung aus dem havarierten AKW Fukushima den Tieren schwere Erbgutschäden zugefügt hat.

Fukushima Schmetterling

Mutierter Schmetterling: Die Tiere in der Fukushima-Region wiesen Schäden an den Augen und verkümmerte Flügel auf.



Ein Bericht von Dr. Dörthe Siedentopf über  ein Dorf in der Präfektur Fukushima und eine 5 Städtereise

Im Anschluss eines Kongresses fuhren etwa 30 Teilnehmerinnen in die 1,5 Bahnstunden von Tokio entfernte Stadt Fukushima. Dort steht ein Bus, der uns zur 20 km Zone fährt in den Ort Kaeru Kawauchi.
Die Fahrt wurde vorbereitet von einer Organisation "peace boat" und PANW, physicians against nuclear war. PANW gehören knapp 1000 Ärzte an und wurde 1987 gegründet "in the  spirit of fighting  against the  nuclear  war  and  abolishing  the  nuclear  weapons". Seit Fukushima wenden sich diese Ärzte offen auch gegen AK.Ws und klären über die Folgen der freigesetzten Radioaktivität auf. Die japanische IPPNW- JPPNW- hat  laut Internet 3000 Mitglieder und wendet sich nicht gegen AK.Ws.
Wir   fuhren   durch   bergige,   bewaldete   Gegenden,   kamen   durch   verlassene   Dörfer (unmanned area), sahen die riesigen blauen Säcke in denen die abgetragene radioaktiv verseuchte Erde aufbewahrt wird; Millionen Bq./kg Erde. Im Bus messen wir 3,5f.1Svlh draußen sei 1,5 Mal so viel. Während der Fahrt erfahren wir viele Einzelheiten: Es gibt evakuierte Menschen, z. Zt. etwa 340 000 und freiwillige Flüchtlinge. Sie stammen nicht nur aus der Präfektur Fukushima, sondern auch aus dem Osten  Tokios und der angrenzenden Präfektur. Nur die   Evakuierten  erhalten  finanzielle  Kompensationen; offiziell von Tepco, aber jeder weiß, die Regierung zahlt, denn Tepco sei pleite. In einem weiten Tal besuchen wir einen Farmer. Vor seinem Reisfeld befindet sich ein Tümpel auf dem Enten und Gänse schwimmen. Sie sollen das Cs137  aus dem sumpfigen Reisfeld entfernen, und wenn ihr Fleisch weniger als 100 Bq enthalte, dann könne man getrost im November seinen Reis essen. Das Risiko des Rauchens sei größer meinte er- er fühle sich hier sicher. In den Ort sind 25 Kinder zurückgekehrt, die Schule wurde wieder eröffnet (früher 250 Kinder). Es gibt 150 Notunterkünfte, flache Bauten, für Menschen, in deren Dörfern die Dekontamination noch läuft. Im Laden werden die örtlichen Gemüse auf ihre Radioaktivität untersucht -jeder kann kostenlos sein eigenes Gemüse testen lassen. Vor einem Bürgerhaus steht ein Dosimeter. 0,194f.1Svlh - 5 m entfernt misst Lars Polmeier den 3 fachen Wert. Im Haus befindet sich eine Tagesklinik  mit  7 Betten, zahnärztliche und medizinische Versorgung, soziale Betreuung. Der Arzt ist von einer hoch verstrahlten Stadt hier her gezogen, ein Neurochirurg. Vor dem Unfall wurde kein Jod verteilt, aber 16 Tage danach, was medizinisch keinen Effekt hat. Am Waldrand zeigt ein rotes Band die Grenze der Dekontamination an. Der Bürgermeister  erzählt,  wie  zeitweilig  6000 Menschen im Ort untergebracht waren. Die Strahlung sei jetzt gering, 400 Menschen arbeiteten früher im AKW, jetzt sind 100 mit der Dekontamination beschäftigt. Die Bedrohung durch den Reaktor 4 - 1500 Brennstäbe müssen dort 5-10 Jahre lang in einem havarierten Abklingbecken gekühlt werden - belastet alle dazu die fortlaufende Verseuchung des Ozeans. Zurück in Fukushima hören wir 2 Professoren von der Universität. In Fukushima wurde in diesem Jahr eine JPPNW Gruppe gebildet. Ein Psychiater sprach von der schwierigen Evakuierung der Patienten, viele kamen dabei ums Leben. 900 Betten werden gebraucht, es gibt nur 40. Mit Hilfe  von  Kollegen  aus den USA versuchen sie nun eine neue psychiatrische Versorgung zu installieren. Prof. Suzuki berichtete von SD Untersuchungen an 360 000 Kindern bis zum 18. Lj. in der gesamten Präfektur. 4 000 seien bisher im Krankenhaus untersucht, 36 000 in Schulen. Bei 35% habe man kleine Zysten und Knoten gefunden. Die seien aber unproblematisch und in 2 Jahren, wird den Eltern gesagt, werde man wieder schauen. Das sehen wir anders: Knoten und Zysten gehören in keine kindliche Schilddrüse!
Dagegen hat ein Gremium von Bürgern und Ärzten bei der Gesundheitsministerin protestiert  und  gefordert, dass mindestens  einmal im Jahr untersucht  wird  und  dass alle Befunde den Familien offen gelegt werden und dass nicht nur in der Präfektur Fukushima untersucht werden darf, sondern überall im Land. Der Geheimhaltung von Befunden, der Ablehnung von Untersuchungen, dem großen Misstrauen den Klinikärzten gegenüber begegneten wir während einer Vortragsreise in 5 Städten. J. Patterson, der designierte Präsident von PSR - physicians for social responsibility USA- und ich besuchten Basisgruppen, nahmen an Beratungsgesprächen von unabhängigen Ärzten mit besorgten Bürgern teil, lernten kämpferische Protestierer kennen, die eigene Messungen vornehmen, die "hot spots" identifizieren, soziale Projekte betreiben. Während J.P.  den  nuklearen Irrweg zum Thema hatte, redete ich über die Folgen von Tschernobyl in Deutschland und Belarus nach der Katastrophe und jetzt, 26 Jahre später. Auf die vielen Fragen hatten wir oft keine Antwort, im Gepäck die japanische Version von "Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl", 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe, das einige bereits kannten. Alle kämpfen gegen die Inbetriebnahme der AKWs, und von Hiroaki Koide, einem bekannten Prof. aus Kyoto, erfuhren wir, dass Japan 20-30% Überkapazität an Strom besitzt. Fassungslos hat mich der Umgang mit dem verseuchten Tsunamimüll gemacht: 10% wird dem Hausmüll beigemischt, und in bisher unverstrahlten Präfekturen verbrannt. Damit wird das ganze Land verseucht. Prof. Koide sieht als einzige Lösung, dass das Gebiet um die Reaktoren als unbewohnbar und zur Deponie erklärt wird. Den Menschen wird dagegen vermittelt, sie könnten  dort wieder leben ...Die Entscheidung der örtlichen Gremien, Fukushimamüll anzunehmen, sei juristisch anfechtbar,  da  keine parlamentarischen Beschlüsse vorlägen. Andere Juristen  kümmern  sich um  die Belange der Opfer, die ihr Haus verloren haben, aber die Hypothekenzinsen weiter bezahlen sollen. Ich war auf die Zerrissenheit in der Gesellschaft nicht vorbereitet: Mutter und Kinder sind im Süden, der Vater arbeitet hunderte km entfernt; Diskriminierungen durch Lehrer und Mitschüler; in den Dörfern Spaltung durch Entschädigte und Nicht - Entschädigte, Zurückgekehrte und Fortgezogene. Meist sind es die Männer, die die verstrahlte Nahrung nicht fürchten, die Frauen sorgen sich; Misstrauen gegenüber jeder staatlichen  Behörde; wer die öffentliche Sprachregelung und   Verharmlosung  der Ärzte  und  Verwaltungen nicht  mitmacht, verliert seine Freunde "aber ich habe neue gefunden" hörten wir.
Kein Gesundheitssystem, keine Regierung ist  in der Lage, einen Super  GAU  zu handhaben. Wir haben nur eine Erde. Hören wir mit dem Wahnsinn auf!
Abschalten!

 
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Die Stimmen der Kinder
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13.01.2012
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