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Bürgerinitiative für eine Welt ohne radioaktive Bedrohung Rottweil PDF Drucken E-Mail
Berichte & Reportagen
Freitag, den 12. Februar 2010 um 14:36 Uhr


ROTTWEIL Feb. 2010 Die Bürgerinitiative für eine Welt ohne radioaktive Bedrohung Rottweil

unterstützt den behinderten Studenten Dima Chmurtschik aus Weißrussland. 

  

Foto: pm
Dima Chmurtschik und seine Mutter Jelena mit Tanja Kelich, die auch seit vielen Jahren aus Rottweil unterstützt wird, rechts der Vorsitzende der belarussischen
Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl", Prof. Gennadij Gruschewoi.

Vor sieben Jahren war der heute 21-jährige Dima aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk auf Einladung der „Bürgerinitiative für eine Welt ohne atomare Bedrohung“ erstmals zur Erholung in Rottweil und zusammen mit seiner Mutter Jelena fürsorglich bei Familie Ott untergebracht. Dima ist schwer behindert und war damals noch Schüler.

Da seine Schule, wie fast alle in Weißrussland, nicht behindertengerecht ausgebaut ist, bedeutete das für den Jungen regelmäßigen Einzelunterricht zu Hause durch staatliche Lehrer. Die schulische Ausbildung war gut, aber Kontakte zu Gleichaltrigen hatte er keine. Dima machte Abitur und stand nun mit seiner Behinderung vor der schweren Frage nach der richtigen Ausbildung. Seinen Berufswunsch Programmierer konnte er nur deshalb angehen, weil er seit seinem Besuch vor sieben Jahr regelmäßig aus Rottweil finanziell unterstützt wird und so die technische Ausrüstung, die Fahrtkosten und die notwendigen Unterrichtsmaterialien bewältigen kann.

Mit der Hilfe von vielen privaten Spenden und Spendenaktionen ist er inzwischen schon im vierten Semester seines Fernstudiums im „Staatlichen Radiotechnischen Kolleg“ angelangt und zuversichtlich auf einen guten Abschluss. Die Woche über arbeitet er mit großem Engagement zu Hause am Computer, immer wieder gibt es allerdings Prüfungsphasen an der Hochschule mit Rahmenbedingungen, die für ihn sehr schwierig sind.

In seinem letzten Brief schrieb er dazu: „Im Kolleg gibt es keinen Aufzug. Meine Mutter muss mir helfen und trägt meinen Gehwagen in den vierten Stock.“ Die Anfahrt zum College ist für Dima nur mit dem Taxi möglich, die Kosten dafür sind teuer und müssen von der Familie privat geleistet werden. Für seine Mutter wäre das nicht zu bewältigen, monatlich stehen Dima und seiner Mutter für ihren Lebensunterhalt gerade mal 180.000 weißrussische Rubel zur Verfügung, das sind umgerechnet etwa 45 Euro.

Spenden können außerdem gegen eine Spendenbescheinigung auf die beiden Sonderkonten „Kinder Tschernobyls“ unter dem Stichwort „Dima“ eingezahlt werden:

Volksbank Rottweil Kto. 23 555 0009, BLZ 642 901 20 oder Kreissparkasse Rottweil, Konto 1700, BLZ 642 500 40.

 
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